Die Inselnatur erleben
Die Natur auf der Insel Usedom ist geprägt durch die unterschiedlichsten Landschaftsformen wie breite Sandstrände, imposante Steilufer, von Hügelketten umschlossene Wasserflächen, vermoorte Niederungen, Strandwall- und Dünenlandschaften. Kleine Dörfer haben ihre Ursprünglichkeit bewahrt und sind sowohl Kontrast als auch Ergänzung zu den berühmten Seebädern, wie z.B. Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin und Zinnowitz an der Außenküste.
Besonders wertvolle Landschaftsteile sind durch 22 Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Fläche von 7.000 ha (das sind 13% der Naturparkfläche) geschützt.
Die folgenden Naturschutzgebiete zeigen einen Ausschnitt geschützter Landschaften:
Peenemünder Haken, Struck und Ruden
Salzwiesen- und Strandwall-Landschaft im Mündungsbereich des Peenestroms, dazu ausgedehnte Flachwasserbereiche und die Düneninsel Ruden. Dieses Gebiet ist nach wie vor eines der wichtigsten Vogelrastgebiete Vorpommerns. Auch als Mauser- und Brutgebiet hat der Komplex aus Flachwassergebieten, Windwatten und Inseln eine große Bedeutung. Strandwälle, Röhrichte und Salzgrünländ bieten seltenen Tieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen.
Insel Großer Wotig
Am Nordausgang des Peenestroms befindet sich die Insel Großer Wotig, ein niedrig gelegenes Eiland mit zahlreichen wassergefüllten Röten und durchzogen von Prielen. Das ist der ideale Lebensraum für den Alpenstrandläufer, der hier einen seiner wenigen Brutplätze in Mitteleuropa hat. Außerdem kommen Großer Brachvogel, Austernfischer, Säbelschnäbler und einige weitere Watvogelarten vor. Eine besondere Seltenheit unter den Brutvögeln der Insel ist auch der Seggenrohrsänger, eine nicht nur in Deutschland sondern sogar weltweit bedrohte Art.
Mümmelkenmoor
Ein bis 14 m tiefes sehenswertes Kesselmoor.
Gothensee und Thurbruch
Rest einer bewaldeten Regenmoorkalotte auf einem Durchströmungsmoor in der Thurbruch-Niederung, mit vorgelagertem Flachsee. Das Moor wurde als Lebensstätte seltener Tagfalter berühmt. Im See leben Fischotter.
Südspitze der Halbinsel Gnitz
Die Halbinsel Gnitz im nördlichen Achterwasser ist ein typisches Höwtland von einmaligem landschaftlichen Reiz. So sind unter anderem die Höhenzüge mit Magerrasenflächen, die offenen Dünen und Strandflächen, das Steilufer mit wertvollem Gehölzbestand, die Salzwiese am Möwenort, die Feuchtbiotope am Rintnitz und Geisesee, der Wacholder-Kiefernwald auf dem Weißen Berg Lebensräume einer großen Anzahl gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Wockinsee
Strandsee mit ausgedehnten Verlandungszonen und verschiedenartigen Moorbildungen in der "Pudagla-Pforte".
Halbinsel Cosim
Am Südufer des Achterwassers aus Strandwällen bestehende Halbinsel, Röhrichte und Erlenwälder vor bewaldetem Kliff. Unterschiedliche Lebensräume (Uferwiesen, vermoorte Senken, Feuchtwiesen, Röhrichtgesellschaften, naturnahe Waldgesellschaften) eine Vielzahl gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten prägen das Gebiet. Neben dem floristischen Reichtum ist das Naturschutzgebiet ein bedeutendes Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für verschiedene Vogelarten.
Insel Böhmke und Werder
Zwei Inseln mit Moränenkernen und Verlandungssäumen, ursprünglich als Weideland genutzt. Seit den 60er Jahren Lachmöwen- und Flußseeschwalbenkolonien.
Golm
Zweithöchste bewaldete Endmoräne der Insel. Nahezu jungfräuliches Kliff mit seltenen Buchenwald-Ausbildungen